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Die
Turmführung
Der Türmer begrüßt sie auf dem
Marktplatz in der Tracht eines Türmers aus dem 16. Jahrhundert. Über
eine Wendeltreppe gelangt man bis auf halbe Höhe. Im 2. und 3.
Stockwerk wurden die Archivräume des Hauses Hohenlohe wieder hergerichtet.
Im nächsten Stockwerk ist der ehemalige Holzstall der Türmerfamilie
als Museum ausgebaut worden. Hier informiert sie der Türmer über
die mittelalterliche Stadt, über die Grafen und Fürsten zu
Hohenlohe und das einstige Chorherrenstift. Er erzählt über
die ehemaligen Türmer, die über Jahrhunderte dort oben ihr
karges und beschwerliches Leben fristeten. Im nächsten Stockwerk
finden wir den Uhrenraum, wo anhand eines Turmuhrenmodells die große
Turmuhr erklärt wird.
Eine Treppe weiter oben befinden wir uns dann in der Musikkammer. Der Türmer
hat sich früher mehr und mehr der Musik gewidmet. Selbst die Öhringer
Stadtkapelle sieht ihren Anfang beim Türmer. Auch ein Neffe des großen
Johann Sebastian Bach war in Öhringen als Musiker tätig. Von all
diesen Dingen weiß der Türmer interessant zu berichten.
Schließlich und endlich sind wir im 7.
Stockwerk, der Türmerwohnung angelangt. Zuerst betreten wir die
mittelalterliche Gangküche mit offener Herdstelle und vielen Küchenutensilien.
Hier erlebt man Mittelalter zum Anfassen. Auch in der Türmerstube
glauben wir uns in die damalige Zeit versetzt. Die Außenwände
der Wohnung sind schweres alemannisches Fachwerk aus verschiedenen
Zeitepochen.
Doch nun wird es Zeit, dass der Türmer sein Signalhorn von der Wand nimmt
und wir hinausgehen auf den Umgang. Eine überwältigende Rundumsicht
auf der Hohenloher Ebene erwartet uns. Das mittelalterliche Öhringen mit
Stadtmauer und Türmen, die einstige Residenz Hohenlohe mit Schloss und
Hofgarten, aber auch das moderne Öhringen mit Industriesiedlungen und
Autobahn sind nirgends besser zu erklären als von hier oben. Zum guten
Schluss bläst der Türmer ein Signal, oder je nach Jahreszahl auch
einen Choral oder ein Volkslied. |
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