Geschichtsträchtiges Öhringen
Im Lichte der Geschichte stand Öhringen, als die Römer hier
waren, als die Mutter von Kaiser Konrad II. eine fromme Stiftung verfügte
und die Edelherren von Hohenlohe ins Land kamen, das dann den Namen annahm. Öhringen
machte von sich reden, als die Chorherren ihre Pflichten versäumten,
die Bauern Krieg führten und das Fürstentum Hohenlohe königlich-württembergisch
wurde.
Das nachrömische Öhringen tauchte als Oringowe aus der Geschichte
wieder auf. So wird es im Stiftungsbrief von 1037 genannt, der die Gründung
eines Chorherrenstiftes belegt und als älteste Urkunde im Hohenlohe-Museum
aufbewahrt wird.
Der im Dienste der Staufer stehende Gottfried von Hohenlohe nahm an einem
Kriegszug Konrad IV. gegen den Bischof von Regensburg teil. Dass der
in einem Kloster übernachtende Herrscher nicht Opfer eines Mordanschlags
wurde, wird der Rittertreue des Gottfried von Hohenlohe zugeschrieben.
Der König vermutete hinter dem Komplott den Bischof von Regensburg,
entzog ihm die Rechte über Öhringen und gab es um das Jahr
1250 dem treuen Hohenlohe zum Lehen. Diese Herrschaft sollte bis 1806
dauern. 1782 kaufte Fürst Ludwig Friedrich Karl zu Hohenlohe-Öhringen
der Waldenburger Linie deren Anteil an Öhringen für 235.000
Gulden ab und war jetzt alleiniger Herr von Öhringen.
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
wurde der Hofgarten mit dem Theaterbau angelegt, heute das grüne
Herzstück Öhringens mit einem Obelisken, den ein dankbarer
Fürst seinen guten Bürgern setzen ließ.
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